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ARTIST

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edwinartworks.de

Edwin-Andreas Drotleff

im September 2022

 

 

Christo:

„Die gesamte Reise ist das Kunstwerk.“ 

(arte Doku „Kunst muss raus“- Zeit und Raum)

Kunst-interessiert - in jeder Hinsicht!

Das erste Mal, dass ich bewusst mit Kunst in Kontakt kam, war wohl im BK-Unterricht (Bildende Kunst) in der Realschule. Sei es über Bildbesprechungen - hier kann ich mich noch an die Besprechung zu „Das Eismeer“ von Caspar David Friedrich erinnern - oder eigene Arbeiten, von denen ich immer noch einige habe und welche mir auch viel bedeuten. Darüber hinaus bin ich schon immer sehr Musik-interessiert. Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben in dem kein Tag vergeht ohne, dass ich nach Hause komme und Musik höre, Alben tatsächlich durchhöre oder mich an der Haptik und dem Klang von Vinyl-Platten erfreue. Über 10 Jahre hinweg habe ich zudem regelmäßig Tanzsport betrieben. Von Volkstanz und Folklore aus Deutschland, Europa und Nordamerika über die gängigen Standard-Tänze bis hin zu Salsa und das Unterrichten von Salsa für ca. 2 Jahre, habe ich alles sehr gerne getanzt.

Was das aber mit meiner aktuellen künstlerischen Tätigkeit zu tun hat? Ich finde eine Menge!

Musik ist bei meinem kreativen Prozess ein stetiger Begleiter und beim Malen auch Treiber. Durch das Tanzen, sei es alleine oder als Paar und Gruppe, z.B. beim Volkstanz, habe ich ein gewisses Feingefühl, eine gewisse Empathie entwickelt, die mir beim Malen hilft mich auch in eine (Bild-)Situation einzufühlen und auch zu erkennen, wenn etwas noch nicht ganz passt, z.B. in einer Bildkomposition. Und als Grundlage und Initialzünder waren meine ersten Erfahrungen im BK-Unterricht natürlich das Wichtigste für den Punkt an dem ich heute stehe mit meiner Leidenschaft: Kunst!

 

Autodidakt von Anfang an.

Bei der Frage der Berufswahl war „Künstler“ nie Thema. Es musste was ordentliches sein. Etwas mit dem sicher Geld verdient werden konnte und sicherlich zu der Zeit auch etwas mit dem man nicht in Erklärungsnot kam, bei der Frage was der Sohn denn beruflich macht. Diesem „vernünftigen“ Weg folgte ich - auch mangels eigenem Antrieb „Künstler“ als Beruf anzusehen oder ausüben zu wollen. Und bereits während und immer stärker nach Aus-, Weiter- und Fortbildung (Gießerei-Modellbauer, staatl. gepr. Techniker, zertifizierte CE-Koordinator, Tätigkeit in der Arbeitsvorbereitung) war für mich jedoch klar, dass ich meine Freizeit mit dem Thema Kunst und Malerei füllen will, denn das Thema Kunst war nie wirklich tot. Immer im Hintergrund. Sei es auch in verschiedenen Ausprägungen im Tanz, dem Musikinteresse und letztlich natürlich wieder dem Malen und Zeichnen. Und mit der ersten eigenen (2013) und der zweiten größeren Wohnung (2017) kam der Platz sowie über die Anfangszeit der Corona-Pandemie 2020 auch die Dringlichkeit mich daheim zu beschäftigen als weitere Faktoren hinzu, die mich zu meiner künstlerische Tätigkeit brachten. Der Ausbau eines Teils meiner Wohnung zu einem kleinem Atelier und der Arbeit an mittlerweile über 40 Arbeiten (Stand August 2022) sind das Ergebnis.

Autodidakt zu sein heißt für mich Lernen und Weiterentwicklung durch die Konzentration auf jeweilige Themenzyklen an denen ich arbeite mit deren Besonderheiten und technischen Anforderungen an die Umsetzung und Realisierung. Im Mittelpunkt beim autodidaktischen Lernen stehen für mich hierbei das Versuchen im Prozess und das Erleben des Prozesses an sich. Dabei meine ich den gesamten künstlerischen Prozess, sei es von Konzeption über Vorarbeiten, dem eigentlichen Mal-Prozess auf der Leinwand, bis hin zur Online-Präsenz und dem self-marketing auf Instagram. Durch das Einlesen in und Testen von bestimmte/n Techniken und Vorgehensweisen sowie dem schlichten Üben (letztlich trial and error) von Mal-Techniken, entwickle ich mich weiter - genauso wie meine Arbeiten. Das Erleben jedes einzelnen Schrittes und Erkennen der eigenen Fortschritte - sei es persönlich oder anhand der Mal- und Arbeitsergebnisse - sind die Genugtuung und die Befriedigung, die mir beim Malen so viel Freude bereiten.

 

Ideen, Inspiration und Themenzyklen.

Mittels neuer Eindrücke und Erlebnisse und der daraus resultierenden Inspiration, sammle ich permanent neuen Input zu vorhanden Themenzyklen oder entwickle daraus  neue Ideen und Themenzyklen. Dabei entspringen Ideen aus allen Lebenslagen und Situationen: Seien es Museumsbesuche, Erlebnisse im Urlaub oder der einfache Spaziergang in der gewohnten Umgebung. Mittlerweile und auch der wiederholten Lockdowns und Pandemiebeschränkungen geschuldet, hole ich mir Ideen und Inspiration auch per Internet-Recherche, bei digitalen Museumsbesuchen oder dem einfachen Scrollen durch Insta. Meistens mache ich dann Bilder von den Situationen oder auch Screenshots von meinem Instagram-Feed und speichere die Eindrücke in mittlerweile unzähligen Ordnern auf meinem Handy.

Letztlich müssen aber alle Ideen zu Papier oder Leinwand gebracht werden. Bin ich der Ansicht, der Inhalt einer Idee ist soweit, und wenn das Bild, dass ich mir vorstelle, Sinn ergibt, erstelle ich Notizen und Skizzenbücher und kombiniere diese teilweise mit größeren Zeichnungsmappen, um darin herum zu probieren und Konzept, Inhalt und Gehalt des Themenzyklus zu entwickeln. Dabei kamen mittlerweile eine stattliche Anzahl an Themenzyklen zusammen von denen ich einige in Arbeiten auf Leinwand oder Papier umsetzen konnte. 

 

Bereits in mehreren Arbeiten umgesetzte Themenzyklen:

FARBRAUM

LICHT

ZEIT

ZEIT-Welten

ONE STROKE

YELLOW

IMPACT

 

Themenzyklen, die ich momentan

bearbeite:

IMPACT

WINDOWS

FARBRAUM

IRIS

Edwin ART tiles

Edwin FOTO tiles

 

Weitere Themenzyklen u.a.:

ONI - HANNYA - TRIADE Arbeitstitel

PORTALS/PORTALE Arbeitstitel

KORTEX Arbeitstitel

MARASMUS Arbeitstitel

MODERNE; BRAUCH; TRADITION

INSECTS

TOOLS

HYPNO(TIZED) Arbeitstitel

REVERIE

VÖGEL

LASZIV

REALITÄT Arbeitstitel

SNAKES

RED/GREEN

MENSCH - ENSŌ Arbeitstitel

DARK

FLOWERS

 

Empathie und Emotionen.

In Situationen hineindenken und -fühlen, daraus neue Ideen entwickeln oder bestehende Themen weiterentwickeln - das heißt für mich emphatisch zu sein beim Malen. Und dadurch entsteht auch die Energie fürs Malen und den gesamten kreativen Prozess.

Emotionen sind für mich dabei die Grundlage. So waren sie der Auslöser für viele Ideen und Themenzyklen oder auch der Ausgangspunkt der zu Vorlagen und Skizzen geführt hat, wie denen des Themenzyklus IMPACT. Ich denke es ist wichtig hier auch nicht zwischen guten und schlechten Emotionen zu unterscheiden. Beide Seiten, wie wir Gefühle erfahren, setzen Energien frei, die beim kreativen Prozess wertvoll sein und zu tollen Ergebnissen führen können. Im besten Fall schafft man es als Künstler diese Emotionen in den eigenen Arbeiten zu transportieren und beim Betrachter neue Assoziationen und Emotionen auszulösen, so wie jeder ein Kunstwerk auf eigene Weise (empathisch) wahrnimmt.

 

Kunst funktioniert - in jeder Hinsicht!

Als Künstler stellt sich mir die Frage, was gerade ich noch malen oder darstellen soll, wenn es doch vermeintlich alles schon gegeben hat, man alles schon gesehen hat oder man mit einem Klick oder einer passenden Onlinesuche den eigenen Kunstgeschmack in Sekunden erfüllt bekommt? Mittlerweile gibt es Apps für das eigene Mobiltelefon, die mit künstlicher Intelligenz nach Schlagworten „Kunst“ generieren und der Mensch selbst nicht mal mehr tiefergehend aktiv werden muss. „Instant Art“ sozusagen: ohne Einsatz, Gefühl oder jegliche Teilhabe. Ich denke die Antwort kann nur - und war sie auch immer - die eigene Sichtweise des Künstlers auf die Dinge sein: Mein Blick mit dem ich die Welt sehe, manchmal träumerisch kindlich innehalte und ein Motiv im Kopf bereits in dem Moment auf die Leinwand binde. Den Versuch ein Thema in einen Kontext zu setzen und diese Stimmung in Farbe und Form festzuhalten. Schließlich also meine Sicht auf die Realität. Auf das, was ich inspirierend und schön finde.

Das, was mich zum Innehalten verführt und Ideen hervorbringt, die vielleicht sogar etwas Neues in der Kunst darzustellen vermögen und/oder zumindest sehenswert sind. Als Autodidakt sind dies alles Facetten meiner künstlerischen Tätigkeit und erzeugen ein inneres Vertrauen, dass auch meine Kunst funktioniert - in jeder Hinsicht!

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